SPD Rellingen

Sozial. Gerecht. Vor Ort

Geschichte

Geschich­te der Sozi­al­de­mo­kra­tie in Rel­lin­gen 

Drei Jahr­zehn­te, nach dem 1863 in Leip­zig aus der Arbei­ter­be­we­gung um August Bebel die SPD ent­stand, taten sich in Rel­lin­gen eini­ge Gleich­ge­sinn­te zusam­men und grün­de­ten 1897 einen Orts­ver­ein der SPD. Am 27. Sep­tem­ber 1997 fei­er­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten im Rel­lin­ger Rat­haus in Anwe­sen­heit zahl­rei­cher Gäs­te ihr 100-jäh­ri­ges Bestehen. 

Es war die Zeit, in der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche For­de­run­gen in Deutsch­land nach Auf­he­bung des Sozia­lis­ten­ge­setz­tes, mit dem Bis­marck 1878 die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Bewe­gung ver­bot, seit 1890 zur Demo­kra­ti­sie­rung der Gesell­schaft und zur Ver­bes­se­rung der Lebens­ver­hält­nis­se der Arbei­ter und ihrer Fami­li­en bei­tru­gen. Aber das Elend in den Fami­li­en war groß und die Aus­beu­tung der Arbei­ter ging ins Ufer­lo­se. 

In Rel­lin­gen waren es Män­ner wie Carl Rei­mers, Her­mann Scha­den­dorf, Her­mann West­phal, Bern­hard Sel­le und ande­re, die für ihre Kol­le­gen ein­tra­ten, um bes­se­re Lebens­ver­hält­nis­se zu schaf­fen. 

Nach dem Krieg 1914–1918 wur­den die Sozi­al­de­mo­kra­ten aner­kannt und konn­ten ihre Tätig­keit auch öffent­lich vor­tra­gen und in vie­len Jah­ren zur Lin­de­rung der Not bei­tra­gen. So ent­stand in Rel­lin­gen ein Aus­schuss für Erwerbs­lo­sen­für­sor­ge. In die­sem Aus­schuss waren als Sozi­al­de­mo­kra­ten die Arbei­ter Johan­nes Paschen, Her­mann Scha­den­dorf und Thies Som­mer ver­tre­ten. 

Bei der Gemein­de­wahl am 17.  Novem­ber 1929 erhielt die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei 355 Stim­men (4 Man­da­te). Bis 1933 war sie in der Gemein­de­ver­tre­tung und an dem Gesche­hen der Gemein­de Rel­lin­gen maß­geb­lich betei­ligt. Von 1933 bis zum Kriegsende1945 wur­den die Sozi­al­de­mo­kra­ten aus­ge­schal­tet. Durch die Macht­über­nah­me der Natio­nal­so­zia­lis­ten wur­de alles ver­än­dert, so auch in Rel­lin­gen. 

Am 04. Mai 1945 besetz­ten bri­ti­sche Trup­pen die Gemein­de Rel­lin­gen. Auf Ver­an­las­sung der bri­ti­schen Mili­tär­re­ge­lung vom 23. Mai 1945 wur­de der Sozi­al­de­mo­krat Her­mann Roh­wed­der, der bereits 1906 Mit­glied der Par­tei war, als Bür­ger­meis­ter von Rel­lin­gen ein­ge­setzt. Am 01. Janu­ar 1946 wur­de Herr­mann Roh­wed­der dann auch von der Gemein­de­ver­tre­tung ein­stim­mig zum Bür­ger­meis­ter gewählt. 

Die ers­te frei­ge­wähl­te Gemein­de­ver­tre­tung seit 1933 trat am 27.  Sep­tem­ber 1946 in Rel­lin­gen zusam­men. Auf Vor­schlag der SPD Frak­ti­on wur­de Otto Rump ein­stim­mig zum Bür­ger­meis­ter von Rel­lin­gen gewählt.
Die nächs­te Gemein­de­wahl am 24. Okto­ber 1948 zeig­te fol­gen­des Bild:
8 Sit­ze für die SPD, 3 für die CDU und 6 Sit­ze für die FDP

Ab 1950 wur­den haupt­amt­li­che Bür­ger­meis­ter in Rel­lin­gen ein­ge­setzt. Die SPD hat maß­ge­bend an der Gestal­tung des poli­ti­schen Lebens in der Gemein­de Rel­lin­gen mit­ge­wirkt. In den schwers­ten Jah­ren nach dem 2. Welt­krieg waren es Mit­glie­der der SPD, die die gewal­ti­gen Auf­ga­ben in ver­ant­wort­li­chen Stel­len auf allen Ebe­nen bewäl­ti­gen muss­ten. Wie vie­le hat­ten auf das fal­sche Pferd gesetzt, die Mit­glie­der der SPD waren ihrem poli­ti­schen Den­ken treu geblie­ben. Sie waren die ein­zi­gen Män­ner, die das Ver­trau­en der Sie­ger beka­men und den Wie­der­auf­bau in Rel­lin­gen begin­nen konn­ten. 

In den Jah­ren nach dem Kriegs­en­de wur­de der Orts­ver­ein lan­ge Zeit von Karl-Heinz Helms als Vor­sit­zen­der geführt. Auch ihm ist es zu ver­dan­ken, dass die Par­tei­ar­beit wie­der auf die Bei­ne kam und neue Mit­glie­der gewor­ben wer­den konn­ten. Erst 1969, nach über 20 Jah­ren, gab er den Vor­sitz an Wer­ner Erge ab, der bis 1976 dem Orts­ver­ein vor­stand.
Es folg­ten Sieg­fried Per­bandt, Die­ter Dudek, Ingo Cla­ßen, Gün­ter Maren­ke,
Hans-Georg Nas­ke, Fritz Beck­mann, Wie­land Bies­ter­feldt und  Dr. Ulfert Mart­in­sen.

Seit 22. August 2013  ist Chris­ti­an Zim­mer­mann Vor­sit­zen­der. 

Die SPD als Par­tei und Frak­ti­on der Gemein­de Rel­lin­gen hat bis zum heu­ti­gen Tage mit­ge­hol­fen, dass aus Rel­lin­gen eine „gesun­de, blü­hen­de Gemein­de“ wur­de. Die SPD ist und bleibt eine Par­tei, die für Gerech­tig­keit ein­tritt und Bür­ger­nä­he ver­wirk­licht — heu­te mehr denn je.

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